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Alsfeld

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Alsfeld ist eine Stadt im Zentrum von Hessen.

Große Städte in der Nähe sind Bad Hersfeld etwa 33 Kilometer im Osten, Fulda 36 Kilometer im Südosten, Gießen 47 Kilometer im Westen und Marburg an der Lahn etwa 36 Kilometer im Nordwesten. Alsfeld liegt am oberen Teil der Schwalm im nördlichen Vogelsberg und südlich der Knüllberge am westlichen Rand des Alsfelder Beckens. 1961 fand in der Stadt das erste Hessentag-Landesfest statt, 1985 das 25.

Alsfeld wurde 1069 erstmals in einer offiziellen Urkunde erwähnt.

Ausgrabungen in der Walpurgiskirche haben ergeben, dass hier bereits im 9. und 10. Jahrhundert eine römische Kirche existierte. Es wird daher geschätzt, dass die Stadt in karolingischer Zeit gegründet wurde. Zwischen 1180 und 1190 errichteten die Thüringer Grafen eine Burg entlang der historischen Handelsstraße der Kurze Hessen. Diese Lage begünstigte die Entwicklung von Alsfeld und wurde bereits 1222 als Stadt dokumentiert.

Seit 1247 gehört Alsfeld zu Hessen und 1254 trat die Stadt dem Rheinischen Städtebund bei.

Hermann II. baute sich hier 1395 eine Burg und machte die Stadt für einige Zeit zu seiner offiziellen Residenz. Die Stadt genoss aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage und der Politik des hessischen Landgrafen wachsenden Wohlstand. Das Handwerk blühte auf und Alsfeld entwickelte sich zu einer reichen, fleißigen Gemeinde an der "Straße durch das kurze Hessen". Davon zeugen die Kirche, das Kloster, die Türme, das Rathaus und die Wasserversorgung. Alsfeld war zeitweise die Residenz des Landgrafen Hermann II. von Hessen, der hier um 1395 eine Burg baute. Von großer Bedeutung waren die Zünfte, die durch den sogenannten "Korebrief" Einfluss auf die lokale Regierung nahmen. Ab 1567 gehörte Alsfeld zu Hessen-Marburg und ab 1604 zu Hessen-Darmstadt.

Im 16. Jahrhundert führte die Kreativität der Bürger zu einem "goldenen Zeitalter" in Architektur und Design, so dass das Rathaus (1512 - 1516), das Weinhaus (1538) und das Hochzeithaus (1564 -1571) errichtet wurden - alles einzigartige Gebäude. Die vielen Fachwerkbauten, die bis heute erhalten sind, machen den Marktplatz so einzigartig attraktiv. Zusammen mit den mittelalterlichen Straßen und ihrem typischen Charakter gilt die Stadt als das Juwel in der Krone der oberhessischen Städte. Damals betrug die Einwohnerzahl von Alsfeld etwa 2500 - 3000.

Ein wichtiges Gebäude im Bereich der Sackgasse der Altstadt ist das Minnigerode Haus. Sie wurde 1687 erbaut und hat eine imposante Fassade mit zwei historischen Medaillons, die den Ursprung des Hauses belegen, und Wasserspeiern, darunter den Kopf eines Löwen. Im Inneren befindet sich eine imposante Wendeltreppe, die aus dem Stamm eines einzelnen Baumes entstand. Im späten achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert wurde das Haus von der jüdischen Wallachsfamilie bewohnt, von der bekannt ist, dass sie die Wallachbrauerei und einen Holzplatz gegründet hat. Ursprünglich 1975 restauriert, befindet sich das Haus heute wieder in der Sanierung und wird nach 2020 als Stadtmuseum eröffnet. Im 19. Jahrhundert hatte die Stadt eine lebendige jüdische Gemeinde, deren Herzstück eine große Synagoge war, die von den Nationalsozialisten auf Kristallnacht 1938 zerstört wurde. Die Thora-Rolle, die Holz-Arche, in der sie aufbewahrt wurde, und eine einzigartige Holzuhr, die die Zeiten jüdischer Andachten aufzeichnet, wurden zum Zeitpunkt des Feuers gerettet und werden im Minnigerode Haus ausgestellt. Ein gut erhaltener jüdischer Friedhof neben einem christlichen Friedhof liegt am Rande der Stadt.

Während die geografische Lage von Alsfeld von Vorteil war, führte sie auch zu seinem Untergang. Die Stadt konzentrierte sich auf wichtige Handelswege und der folgende 30-jährige Krieg (1618-1648) führte zu Plünderung (1622), Hunger (1626), Pest (1635), Besetzung (1640 und 1643-1646) und der Zerstörung von 226 Wohngebäuden und 80 Häusern (1646). Bis 1648 lebten in der Stadt nur noch 1120 Menschen (hauptsächlich Frauen und Kinder). Der wirtschaftliche und soziale Niedergang der Stadt schuf eine Bevölkerung von kämpfenden Kleinbauern, die im Handwerk und Handel sowie in der Landwirtschaft tätig sind. Viele der schönen Gebäude sind verfallen.

Erst im 19. Jahrhundert, 1832, erlebte Alsfeld einen erneuten Aufstieg zur Kreisstadt. Der Eisenbahnbau (1870) und die industrielle Revolution führten zu einer grundlegenden Veränderung des Kleinbauwesens. Autobahnverbindungen (1938) und die weitere Industrialisierung sorgten dafür, dass der Standort seine bisherige geografische und wirtschaftliche Bedeutung wiedererlangte. Glücklicherweise wurde das historische Stadtzentrum erhalten. Bis 1972 war es Sitz des Landkreises Alsfeld, bis der Landkreis mit dem benachbarten Landkreis Lauterbach und der Region Schotten zum heutigen Landkreis Vogelsberg zusammengeführt wurde.

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Dieser Text basiert auf dem Artikel Alsfeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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