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Anklam

Anklam, früher bekannt als Tanglim und Wendenburg, ist eine Stadt in der vorpommerschen Region Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland. Sie liegt am Ufer der Peene, nur 8 km von ihrer Mündung in das Kleines Haff, dem westlichen Teil der Stettiner Lagune, entfernt. Anklam hat 14.603 Einwohner (2005) und war die Hauptstadt des ehemaligen Landkreises Ostvorpommern. Seit September 2011 gehört es zum Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Im frühen Mittelalter gab es in der Gegend um die heutige Stadt, die heute als Altes Lager Menzlin bekannt ist, eine bedeutende skandinavische und wendische Siedlung. Anklam selbst begann als assoziierte wendische Festung.

Im Mittelalter gehörte die Stadt zum Herzogtum Pommern. Während der deutschen Osterweiterung wurde die verlassene Festung zu einer Siedlung namens Tanglim nach ihrem neuen Gründer ausgebaut. Der Ort besitzt Bedeutung als Schifffahrtsleiter auf der Peene. 1244 wurde er zur Stadt erhoben und wurde im selben Jahr oder 1483 Mitglied der Hanse. Die Stadt blieb klein und unbeeinflusst, erreichte aber mit ihrer Mitgliedschaft ein Maß an Reichtum und Wohlstand.

Als eine Stadt von erheblicher militärischer Bedeutung litt sie stark unter dem Dreißigjährigen Krieg, als schwedische und kaiserliche Truppen über einen Zeitraum von zwanzig Jahren um sie kämpften. Inmitten dieses und nachfolgender Kriege kam es auch immer wieder zu Ausbrüchen von Feuer und Pest. Von 1627 bis 1630 wurde es von kaiserlichen Kräften besetzt, und danach von schwedischen Kräften. Nach dem Krieg wurde Anklam 1648 Teil von Schwedisch-Pommern. Im Jahr 1676 wurde es von Friedrich Wilhelm von Brandenburg erobert.

Anklam wurde 1713 von Soldaten des Russischen Reiches geplündert. Dass es nicht, wie von Peter dem Großen befohlen, niedergebrannt wurde, lag zum großen Teil am Widerstand von Christian Thomesen Carl ("Carlson"), nach dem eine Straße zur Erinnerung benannt ist. Die südlichen Teile der Stadt wurden durch den Stockholmer Vertrag von 1720 an Preußen abgetreten, während ein kleinerer Teil nördlich der Peene schwedisch blieb. Während des Siebenjährigen Krieges in den 1750er und 60er Jahren wurde sie erneut beschädigt, ihre Befestigungen wurden 1762 effektiv abgetragen. 1815 gab Schweden seinen restlichen Teil der Stadt ab, als ganz Vorpommern Teil der preußischen Provinz Pommern wurde.

Im 19. Jahrhundert war Anklam mit Berlin und Stettin durch die Eisenbahn verbunden und entwickelte seine Herstellung von Leinen- und Wollwaren, Leder, Bier und Seife. 1871 zählte Anklam 10.739 Einwohner, die bis zur Jahrhundertwende auf 14.602 angewachsen waren. Bis zum Ersten Weltkrieg besaß Anklam eine Militärschule und entwickelte Eisengiessereien und Zuckerfabriken. 1939 übernahm die Wehrmacht die Militärschule und baute auf dem Gelände ein Militärgefängnis.

Anklam wurde durch mehrere Bombenangriffe auf die US-Luftwaffe in den Jahren 1943 und 1944 und in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, als die vorrückenden Sowjets einen Großteil der Stadt brannten und nivellierten, fast vollständig zerstört. Nachdem Preußen und seine pommersche Provinz aufgelöst und der größte Teil von Pommern im Rahmen der Potsdamer Konferenz Polen zugeteilt wurde, wurde Anklam Teil des ostdeutschen Landes Mecklenburg-Vorpommern. Auch das sollte bald aufgelöst werden, und Anklam lag im Kreis Neubrandenburg. Die Stadt wurde im eher einheitlichen sozialistischen Stil wieder aufgebaut.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurde Anklam Teil des damals neu geschaffenen Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Anklam aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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