Sie sind hier: Startseite

Aschaffenburg

Booking.com

Aschaffenburg ist eine Stadt im Nordwesten Bayerns, Deutschland.

Die Stadt Aschaffenburg gilt nicht als Teil des Landkreises Aschaffenburg, sondern ist Verwaltungssitz.

Aschaffenburg gehörte mehr als 800 Jahre lang zum Erzbistum Mainz.

Die Stadt liegt an der westlichsten Grenze Unterfrankens und ist durch den Spessarthügel vom mittleren und östlichen Teil des Regierungsbezirks getrennt, während sie sich im Westen und Nordwesten zur Rhein-Main-Ebene öffnet. Deshalb sprechen die Einwohner weder bayerisch noch ostfränkisch, sondern eine lokale Version des Rheinfrankischen.

Der Name Aschaffenburg (Ascaffaburc, Ascapha oder Ascaphaburg im Mittelalter) bedeutete ursprünglich "Burg an der Esche", abgeleitet von der Aschaff, die durch Teile der Stadt fließt.

Aschaffenburg war ursprünglich eine Siedlung der Alamannen. Hier waren römische Legionen stationiert. Um 700 n. Chr. benennt die Ravenna-Kosmographie zwei Siedlungen in der Region: Uburzis (Würzburg) und Ascapha (Aschaffenburg).

Um 550 war das Gebiet von den Franken erobert worden, und ihr Hausmeier baute hier eine Burg. Im 8. Jahrhundert wurde ein Benediktinerkloster gegründet, das dem Heiligen Michael geweiht ist, angeblich von Saint Boniface. Aus diesem wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts (957) das Kollegiat St. Peter und Alexander. 869 heiratete König Ludwig der Jüngere Liutgard von Sachsen in Aschaffenburg. Auch sie starb hier 885 und wurde später mit ihrer Tochter Hildegard in der Stiftskirche zur Ruhe gelegt. Ascaffinburg wird erstmals 974 in einer Schenkungsurkunde von Otto II. erwähnt, in der er der Stiftskirche mehrere Dörfer, darunter Wertheim am Main und einen Waldabschnitt im Spessart, schenkte.

Im Mittelalter war die Stadt als Ascaffaburc, Ascapha oder Ascaphaburg bekannt.

Eine Steinbrücke über den Main soll Erzbischof Willigis 989 gebaut haben, der die Stadt auch zu seiner zweiten Residenz machte. Die Stadt (975 als civitas bezeichnet) war seit 982, als Herzog Otto starb, Teil des Erzbistums Mainz. Ein Vizedom wird 1122 zum ersten Mal als oberster lokaler Vertreter des Erzbischofs erwähnt. 1292 fand hier eine Synode statt, und 1447 genehmigte eine kaiserliche Diät, die der von Wien vorausging, ein Konkordat (manchmal auch Aschaffenburger Konkordat genannt). Im Deutschen Bauernkrieg (1525) setzte sich die Stadt für die Verliererseite ein.

1552 wurde die spätgotische Burg Johannisburg zerstört. Sie wurde 1605-14 durch das Renaissance-Schloss Johannisburg ersetzt. Die Stadt litt unter dem Dreißigjährigen Krieg, der wiederum von den verschiedenen Kriegsparteien geführt wurde. Während der Schlacht bei Dettingen (1743), die im Norden stattfand, wurde die Stadt von französischen Truppen besetzt. Sie gehörte zum Kurfürstentum des Mainzer Erzbischofs und wurde 1803 als Fürstentum Aschaffenburg an Erzbischof Karl Theodor von Dalberg übergeben.

In Aschaffenburg befand sich die 1807 gegründete "Forstliche Hochschule Aschaffenburg[de]" (Königlich Bayerische Centralforstlehranstalt), "bekannt geworden durch die Forschungen von Professor Dr. Ernst Ebermayer". Die Akademie wurde "1832 aufgelöst, aber 1874 unter dem Finanzministerium neu organisiert"; und mit "vom 30. März 1874 mit der Universität München vereint".

1810 wurde das Fürstentum Aschaffenburg mit dem neuen Großherzogtum Frankfurt verschmolzen, obwohl Dalberg Aschaffenburg als seinen Wohnsitz beibehielt. 1814 wurde die Stadt durch einen österreichisch-bayerischen Vertrag an das Königreich Bayern übertragen. Im Jahr 1817 wurde sie in das bayerische Unterfranken aufgenommen. Von 1840-1848 ließ König Ludwig I. von Bayern im Westen der Stadt eine römische Villa errichten. Es wurde nach seinem Vorbild, dem Haus von Castor und Pollux in Pompeji, Pompejanum genannt.

1866 erlitt die preußische Armee während des Österreichisch-Preußischen Krieges eine schwere Niederlage gegen die Österreicher in der Umgebung.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Aschaffenburg durch Bombenangriffe der Alliierten schwer beschädigt, darunter auch Schloss Johannisburg, das einige Jahre später vollständig restauriert wurde. Die Deutschen entschieden sich, Aschaffenburg mit besonderer Standhaftigkeit zu verteidigen, was zur "Schlacht von Aschaffenburg" vom 28. März bis 3. April 1945 führte. Die 45. Infanteriedivision der USA war gezwungen, die befestigte Stadt gegen den steifen deutschen Widerstand in einer Reihe von Frontalangriffen einzunehmen, die Haus-zu-Haus-Kämpfe und bösartigen Nahkampf umfassten. Die daraus resultierende weitreichende städtische Zerstörung war recht gravierend, da Kanonenfeuer aus nächster Nähe eingesetzt wurde, um Strukturen zu durchbrechen.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Aschaffenburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren