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Feuchtwangen

Feuchtwangen ist eine Stadt im Kreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken in Bayern, Deutschland. Im Jahr 2019 feierte Feuchtwangen sein 1200-jähriges Jubiläum anlässlich der ersten Erwähnung seines Benediktinerklosters.

Der Ursprung Feuchtwangens geht auf das Benediktinerkloster zurück, das 818 oder 819 urkundlich als "ziemlich gut situiert" erwähnt wurde. Der Sachverhalt im Kloster wurde in 16 Briefen von dem gelehrten Mönch Froumund und dem Abt Wigo in den Jahren 991 bis 995 beschrieben. Spätestens 1197 war Feuchtwangen jedoch zu einem Haus weltlicher Kanonen (Chorherrenstift) geworden. Die Kanoniker waren keine Mönche und lebten in ihren eigenen Häusern, sondern sprachen ihre kanonischen Gebete gemeinsam in der Klosterkirche.

Neben dem Kloster gab es schon seit den frühesten Zeiten ein Dorf. Mit Hilfe von Kaiser Friedrich Barbarossa kam es irgendwann zwischen 1150 und 1178 zur Gründung einer Stadt. 1241 wurde Feuchtwangen zur kaiserlichen Freistadt. Feuchtwangen bestand fortan aus zwei eigenständigen Gemeinden: der Freistadt südlich der Strecke entlang der Unteren Torstraße und der Postgasse sowie dem Klosterland im Norden. Zusammen mit anderen kaiserlichen Freien Städten wie Rothenburg ob der Tauber oder Dinkelsbühl versuchte die Stadt, ihre Interessen gegenüber den Fürsten über den Schwäbischen Bund (1376 von 14 freien Städten gegründet) geltend zu machen. Feuchtwangen war durch seine günstige Lage an Reiserouten reich geworden und wurde von den Königen mehrfach verpfändet. Schließlich wurden 1376 sowohl die Stadt als auch das Kloster an die Burggrafschaft Nürnberg verpfändet oder übertragen, die später zur Markgräfin von Brandenburg-Ansbach wurde. Die Stadtbewohner konnten die Freiheit ihrer Stadt nicht mehr kaufen, was zu einem relativ frühen Ende des Feuchtwanger Status als kaiserliche Freistadt führte.

Um 1400, nach der Zerstörung der Stadt durch den Schwäbischen Bund 1388, waren beide Teile Feuchtwangens von einer gemeinsamen Mauer umgeben, die dazu beitrug, die beiden ehemals getrennten Gemeinden zu einer einzigen zu verschmelzen. Die Markgräferstadt, Sitz einer höheren Verwaltung und Ort vieler Märkte gewann an Bedeutung und blühte im 15. und 16. Jahrhundert wieder auf. Die Unruhen im deutschen Bauernkrieg boten die Möglichkeit, die protestantische Reformation einzuführen, die 1533 während der gesamten Markgrafschaft stattfand. Das Kloster wurde 1563 beschlagnahmt, sein Besitz ging an den Markgrafen. Der Dreißigjährige Krieg brachte Feuchtwangen Leid und Not, vor allem mit der Plünderung der Stadt durch Tillys widerspenstige Männer. In den Jahren 1632 und 1634 nahmen schwedische und kaiserliche Streitkräfte das, was übrig geblieben war, mit, und so ging es Jahrzehnte lang weiter, bis sich die Stadt und ihre Umgebung erholten.

Feuchtwangen blieb bis 1791 eine Verwaltungsstadt von Brandenburg-Ansbach. Der letzte Markgraf, der kinderlos war, gab sein Land an das Königreich Preußen ab. Nur 14 Jahre später übernahmen die Franzosen kurzzeitig die Kontrolle über die Stadt und verloren sie nur ein Jahr später, 1806, wieder an das Königreich Bayern. Feuchtwangen wurde zum Sitz eines vom Landgericht und dem Amtsgericht eingerichteten Landgerichts.

In der langen Ära des Friedens im 19. Jahrhundert wurde das Gesicht der Stadt verändert. Der untere Torturm und große Teile der Stadtbefestigung wurden abgerissen. Der Spitaltor brannte 1811 ab. Die Stadt war durch eine Eisenbahnlinie mit der Fernlinie Nürnberg-Stuttgart verbunden. Dennoch stagnierte die Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg. Obwohl einige der Gemeinden, die später in Feuchtwangen eingegliedert wurden, in den Weltkriegen zerstört wurden, blieb Feuchtwangen selbst unversehrt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein neuer Aufschwung, der durch die Ankunft von Menschen, die aus ihrem Land im Osten vertrieben wurden, noch verstärkt wurde. Feuchtwangen wird zur Garnisonsstadt der Bundeswehr. Die Stadt verlor ihren Status als Verwaltungszentrum, eroberte sich aber einen Platz unter den zehn größten Städten Bayerns (nach Landfläche), nachdem die bayerische Gemeindereform zehn weitere Gemeinden mit ihr zusammengeführt hatte.

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