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Bentheim

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Der Landkreis Bentheim (Grafschaft Bentheim) war ein Staat des Heiligen Römischen Reiches, der sich in der südwestlichen Ecke des heutigen Niedersachsen befand. Die Grenzen des Landkreises entsprachen weitgehend denen des modernen Landkreises Grafschaft Bentheim.

Geografisch gesehen besteht Bentheim größtenteils aus Mooren, und die frühe Besiedlung konzentrierte sich auf die Ufer der Flüsse, die das Gebiet durchqueren. Die Lagerstätten von Bentheimer Sandstein bildeten die Grundlage für einen profitablen Export in andere Teile des heutigen Deutschlands und der Niederlande.

Etwa 500-600 n. Chr. germanische Stämme ließen sich in der Gegend nieder. Die sächsischen Stämme verloren ihre Unabhängigkeit 804 n. Chr., nachdem die Franken die Sachsenkriege gewonnen hatten. Zwischen 800 und 850 ließ Kaiser Karl der Große sie zum Christentum übergehen. Das Schulsystem wurde eingeführt, und Emlichheim, Uelsen, Veldhausen und Nordhorn werden Kirchen- und Gerichtsbezirke.

Die Grafschaft Bentheim existierte um 1050 n. Chr., obwohl von ihrer Geschichte vor 1115 wenig bekannt ist. In diesem Jahr ging die Grafschaft an Graf Otto aus dem Hause Salm über. Seine Erbin und Tochter, Gräfin Sophia, heiratete Dirk VI., Graf von Holland, und sie regierten die Grafschaft bis zu Dirk's Tod 1157 mit. Sophia starb 1176, und der Titel des Grafen ging auf ihren Sohn Otto I. über. 1263 schloss Bentheim die Grafschaft Tecklenburg an, und im Laufe der Zeit schlossen sich verschiedene Zweige der Grafen von Bentheim an und kauften verschiedene Gebiete in Rheda, Steinfurt und den Niederlanden. 1277 wurde der Kreis Bentheim in Bentheim-Bentheim (mit dem Kreis Bentheim) und Bentheim-Tecklenburg (mit dem Kreis Tecklenburg) aufgeteilt.

Die erste Grafschaft Bentheim-Bentheim bestand bis 1530, als ihre Grafenlinie erloschen war und Bentheim an Arnold II. von Bentheim-Steinfurt vergeben wurde. 1544 konvertierte Arnold offiziell zum Luthertum und begann einen langsamen Prozess der Einführung der Reformation in Bentheim und anderen von ihm regierten Gebieten. Im Herbst 1587 wurden protestantische Prediger in Bentheim eingeführt. Im folgenden Jahr erhielt Bentheim offiziell eine neue Kirchenordnung, die später in Tecklenburg (1589) und Steinfurt (1591) eingeführt wurde. 1613 gründete Graf Arnold Jobst von Bentheim-Steinfurt den Oberkirchenrat, um die geistlichen Angelegenheiten von Bentheim zu verwalten, sowie die Reformierte Kirche von Bentheim in allen drei Landkreisen.

Nach dem Tod von Arnold Jobst im Jahr 1643 wurde die Grafschaft Bentheim-Steinfurt in Bentheim-Steinfurt und Bentheim-Bentheim aufgeteilt, letzteres umfasst die Grafschaft Bentheim. 1753 wurde die Grafschaft Bentheim vom Kurfürsten von Hannover besetzt. "1753 ließen sie (die Grafen von Bentheim) aufgrund von Schwierigkeiten eine Hypothek auf den König von Hannover und England aufnehmen."

Fast 700 Jahre zuvor wurde Grafschaft Bentheim von den Grafen von Bentheim unabhängig regiert und hätte ohne die Umstände von 1753 weitergeführt werden können.

Am Ende des Heiligen Römischen Reiches hatten der Graf von Bentheim-Steinfurt und der Graf von Bentheim-Bentheim jeweils eine Stimme in der Versammlung des Reichskreises Niederrhein-Westfalen. Als Mitglieder des Kollegs der Grafen von Westfalen waren sie im Reichstagsrat vertreten. Diese Repräsentation machte das Haus Bentheim zum Mitglied des deutschen Hochadels.

1803 erlosch der Zweig Bentheim-Bentheim. 1804 schloss der Graf von Bentheim-Steinfurt einen Vertrag mit der französischen Regierung. Er zahlte einen Bruchteil der Altschuld des Grafen von Bentheim-Bentheim an Hannover und erwarb den Besitz des Landkreises Bentheim trotz des Protestes des Kurfürsten von Hannover.

Im Juli 1806 vermittelte das Großherzogtum Berg durch das Gesetz des Rheinbundes die kaiserlichen unmittelbaren Grafschaften Steinfurt und Bentheim, die zum Kreis Bentheim-Steinfurt gehörten. 1808 vermittelte das Großherzogtum Berg die Herrschaft Rheda und die Grafschaft Hohenlimburg, den selbständigen Besitz des Grafen von Bentheim-Tecklenburg.

Bentheim wurde 1810 von Frankreich mit dem Königreich Holland und vielen nordwestdeutschen Regionen annektiert.

Der Wiener Kongress (1814-1815) stellte Steinfurt und Rheda unter die Oberherrschaft von Preußen, Bentheim unter die Oberherrschaft von Hannover. 1817 verlieh der König von Preußen den Grafen von Bentheim-Steinfurt und Bentheim-Tecklenburg den Titel Prinz. Seit 1854 sind die Fürsten von Bentheim-Steinfurt und Bentheim-Tecklenburg Erben des Oberhauses von Preußen.

Heute sind die noch bestehenden Zweige des Hauses Bentheim die Fürsten von Bentheim-Steinfurt mit Sitz auf Schloss Steinfurt (auch noch Besitzer des Stammsitzes Burg Bentheim) und die Fürsten von Bentheim-Tecklenburg mit Sitz auf Schloss Rheda (auch noch Besitzer von Schloss Hohenlimburg) und den Grafen von Bentheim-Tecklenburg-Rheda.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel County of Bentheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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