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Calw

Calw ist eine Stadt in der Mitte Baden-Württembergs im Süden Deutschlands, Hauptstadt und größte Stadt des Landkreises Calw. Sie liegt im Nordschwarzwald und ist ca. 18 km südlich von Pforzheim und 33 km westlich von Stuttgart. Sie hat den Status einer großen Kreisstadt.

Calw wurde 1037 erstmals urkundlich erwähnt. Im 11. Jahrhundert wuchs die Stadt um die ältere Burg der Grafen (Grafen/Earls) von Calw. Im Mittelalter war Calw eine wichtige Handelsstadt, vor allem im Tuch- und Lederhandel. 1345 wurde Calw Teil von Württemberg, und im 16. Jahrhundert war es die Sommerresidenz der Herzöge von Württemberg. Im 18. Jahrhundert blühte Calw aus dem Holzhandel und dem Rafting von Holz an der Nagold auf.

Aufgrund ihrer romantischen Beziehung zu einer polnischen Gastarbeiterin während des Zweiten Weltkriegs wurde die siebzehnjährige in Calw lebende Erna Brehm im August 1941 auf dem Marktplatz der Stadt öffentlich kahl rasiert. Sie saß acht Monate im Gefängnis in Calw und Stuttgart wegen Verstoßes gegen die Gesetze der Nazi-Rassenschande, bevor sie ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurde. Sie wurde am 1. April 1944 entlassen, weil sie sich in einem so schlechten Zustand befand, dass sie nicht mehr arbeiten konnte. Sie war extrem untergewichtig (angeblich nur 34,5 Kilogramm) und starb am 19. August 1951 im Alter von 27 Jahren. 1945 befand sich hier ein kleines Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof, in dem Teile für Flugzeuge von jüdischen Zwangsarbeitern montiert wurden.

Mit der Bezirksreform vom 1. Januar 1973 erhielt der Bezirk Calw seine heutige Größe. Sie wurde Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die ihrerseits dem Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Am 1. Januar 1975 wurde Calw mit den Gemeinden Altburg, Hirsau und Stammheim zur Stadt Calw-Hirsau zusammengefasst. Am 1. Januar 1976 wurde die kombinierte Gemeinde in Calw umbenannt.

Calw gehörte ursprünglich zur römisch-katholischen Diözese Speyer. Ab 1534 trat in Calw wie im übrigen Württemberg die Reformation in Kraft. 1555 wurde Calw zum Sitz eines Dekanats, das heute noch existiert. Das Dekanat von Calw umfasst 43 Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Württemberg. In der Stadt Calw gibt es die größere Gemeinde Calw, bestehend aus der Calw Stadtkirche, der Bergkirchengemeinde Wimberg/Alzenberg und der Versöhnungskirchengemeinde Heumaden, von denen die letzten beiden erst nach der Ankunft von Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. In den Dörfern Altburg, Hirsau, Holzbronn und Stammheim gibt es auch Gemeinden.

Es gibt auch eine Gemeinde der Vereinigten Methodistischen Kirche, einer unabhängigen protestantischen Kirche, in Calw.

Im 19. Jahrhundert kehrten die Katholiken nach Calw zurück. In den Jahren 1885-1886 gründeten sie die Gemeinde St. Josef, die später Sitz eines Dekanats im Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) wurde. Die Gemeinde St. Josef umfasst das gesamte Stadtgebiet sowie mehrere umliegende Gemeinden.

Die Neuapostolische Kirche ist in Calw und in den Dörfern oder Weilern Heumaden, Holzbronn vertreten. Eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten wurde 1914 in Calw gegründet.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Calw aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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