Sie sind hier: Startseite

Goldap

Gołdap [ˈɡɔu̯dap] (Deutsch: Über diese SoundGoldap (Hilfe-Info) oder Variante Goldapp; Litauisch: Geldupė, Geldapė) ist eine Stadt im Nordosten Polens, in der Region Masuren, Sitz des Kreises Gołdap in der Woiwodschaft Warmien-Masuren. Es liegt am Fluss Gołdapa, zwischen den Szeskie Bergen (Szeski Garb, Seesker Höhen) und dem Puszcza Romincka Wald. Sie hat 15.600 Einwohner (Stand 2007).

Die Masurer begannen die Region im 16. Jahrhundert zu besiedeln, als sie noch zum Herzogtum Preußen gehörte, einem Lehen des Königreichs Polen. Die systematische Besiedlung begann 1565, während die Stadt am 15. Mai 1570 von Caspar von Nostitz offiziell gegründet wurde. An einem profitablen Standort am Kreuzungspunkt mehrerer Handelsrouten nahe der preußischen Grenze zu Litauen gelegen, wuchs Gołdap schnell. Sein Wappen zeigt das Haus Hohenzollern und Brandenburg, während der Buchstabe "S" für Sigismund II. Augustus, König von Polen, steht, der der Oberherr der Region war. 1656, während des polnisch-schwedischen Krieges, waren polnische Truppen unter dem Kommando von Dymitr Jerzy Wiśniowiecki in Gołdap stationiert.

Die Stadt wurde 1701 in das Königreich Preußen und 1871 in Deutschland eingegliedert. Zwischen 1757 und 1762 wurde es von Russen besetzt.

Von 1709-11 litt Ostpreußen unter einer Pest. An die Stelle der Verstorbenen traten Deutsche aus Brandenburg, Pommern, Magdeburg, Halberstadt, der Kurpfalz und Nassau sowie Schweizer und Litauer. 1732 vertriebene Protestanten aus Salzburg siedelten das Gebiet ebenfalls um. Im 19. Jahrhundert bestand die Bevölkerung von Gołdap hauptsächlich aus Polen, Litauern und Deutschen, meist Protestanten. Die lutherischen Gottesdienste fanden in allen drei Sprachen statt. 1831 wurde das Haus des polnischen Pastors niedergebrannt.

1807 wurden polnische Truppen von General Jan Henryk Dąbrowski in der Stadt stationiert.

Im 18. und 19. Jahrhundert war Goldap ein bemerkenswertes Handels- und Produktionszentrum für verschiedene Waren für den lokalen Markt sowie ein wichtiges Zentrum der Getreideproduktion. Im Jahre 1818 wurde es Sitz des Landkreises Goldap. Im Jahre 1879 wurde die Stadt an eine Eisenbahn angeschlossen.

Während des Ersten Weltkriegs war Goldap Schauplatz heftiger Kämpfe an der Ostfront, die zweimal durch die Stadt führte. Dadurch wurde sie fast vollständig zerstört. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, und kurz nach Kriegsende erreichte sie eine ähnliche Einwohnerzahl wie zuvor.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Goldap von den deutschen Mitarbeitern als eine der Hochburgen geplant, die den Rest Ostpreußens vor der Roten Armee an der Ostfront bewachen. Durch schwere Kämpfe um die Stadt und die Regionen direkt östlich davon wurden im August und September 1944 erneut 90% der Stadt zerstört. Nach deutschen Kriegsberichten wurden bei ihrem ersten Eintritt in Goldap im Oktober 1944 etwa 50 Zivilisten von der Roten Armee ermordet (teilweise vergewaltigt). Es war die erste Stadt Nazi-Deutschlands, die fiel. Im November 1944 eroberte die Wehrmacht Goldap jedoch zurück und konnte es bis Ende Dezember desselben Jahres behalten. Im Januar brachen die deutschen Positionen im fernen Osten Ostpreußens komplett zusammen.

Nach dem Krieg wurde die Stadt - zusammen mit den südlichen zwei Dritteln Ostpreußens - nach der Potsdamer Konferenz von 1945 unter polnische Verwaltung gestellt. Die verbliebene deutschsprachige Bevölkerung, einschließlich der Masuren, die nicht evakuiert worden waren, wurde anschließend nach Westen vertrieben und durch Polen ersetzt. Die Stadt, die vom deutschen Goldap in das polnische Gołdap umbenannt wurde, wurde wieder aufgebaut und behielt ihren Status als Sitz eines Bezirks.

Heute ist die Stadt Gołdap ein wichtiges Zentrum des lokalen Handels und Handelns. Dort befinden sich mehrere kleine Lebensmittelproduktionsanlagen (Milchfabrik, Industrieschlachthof, Fabrik) sowie eine Papierfabrik und eine kleine touristische Gerätefabrik. Darüber hinaus ist es eines der Zentren des Tourismus, mit vielen Ski-, Schwimm-, Segel- und Freizeitzentren in der Stadt und ihrer Umgebung.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Goldap aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren