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Jerichow

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Jerichow ist eine Stadt auf der Ostseite der Elbe, im Landkreis Jerichower Land, im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Die Kollektivgemeinde Jerichow ist mit rund 270 Quadratkilometern eine der flächenmäßig größten Kommunen in Deutschland. Jerichow ist nicht nach einem Jericho in der Heiligen Schrift der Christen benannt. Jerichow war eigentlich ein altslawisches Wort für "Uferbesiedlung der Dominante".Früher gab es eine Burg, die von einem künstlichen Nebenfluss der Elbe gestützt wurde, aber heute ist nur noch ein Stück Erde mit dem Namen Burgberg erhalten.

Jerichow wurde Ende 1144 in den Urkunden zum ersten Mal erwähnt.

Anlass war die Gründung des Jerichower Klosters der Prämonstratenser-Kanone mit der Schenkung von Hartwig von Stade, dem Kanon des Magdeburger Doms (mit der Bestätigung des Heiligen Römischen Kaisers Konrad III. von Deutschland). Im folgenden Jahr kamen die Prämonstratenser aus dem Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg, um sich im Stadtzentrum niederzulassen, zogen aber 1148 wegen der beunruhigenden Geschäftigkeit des Marktplatzes an den heutigen Standort um. Sie bauten zwischen 1149 und 1172 die Stiftskirche als dreischiffige Basilika sowie den Ostflügel des Kreuzgangs. Diese Gebäude gelten als bedeutende Werke des romanischen Backsteinstils, dem ältesten seiner Art östlich der Elbe. Sie dienten jahrhundertelang als Orientierungshilfe für die umliegenden Gebiete.

Im 13. Jahrhundert erhielt Jerichow das Stadtrecht.

1336 wurde die Stadt durch die Überschwemmungen an der Elbe vollständig zerstört, wurde aber von einem lokalen Adligen, Johann III. von Buch, wieder aufgebaut und an ihrem jetzigen Standort gegründet, der ehemalige Standort ist jedoch noch immer von einem tiefen Graben mit alten Ziegelmauern geprägt. Um 1530, mit der Reformation, eroberte die evangelische Lehre die Stadt und 1552 wurde das Kloster von Hans von Krusemark säkularisiert; ein Teil des Klostergebäudes war dem Kurfürsten von Brandenburg vorbehalten. Während des Dreißigjährigen Krieges verwüsteten die kaiserlichen und schwedischen Armeen 1631 das Dorf und das Kloster Jerichow. Seit 1680 gehörte Jerichow mit dem Herzogtum Magdeburg zum Kurfürstentum Brandenburg und später zum Königreich Preußen und zum ehemaligen Jerichower Kreis. In den Jahren 1684 und 1685 wurde die Klosterkirche auf Befehl des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm wiederhergestellt und als neue reformierte Kirche für die hugenottischen Flüchtlinge genutzt.

1806 eroberten Napoleon und seine Große Armee die Stadt Magdeburg und fügten sie dem Königreich Westfalen hinzu, mit seinem Bruder Jérôme Bonaparte als König, aber die Ostgrenze des neuen Königreichs blieb an der Elbe stehen. Jerichow lag auf der anderen Seite der Elbe, so dass es für den Rest der französischen Besatzung (1806-1814) preußisch blieb.

Von 1853 bis 1856 restaurierte Ferdinand von Quast auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Klosterkirche. Um 1870 wurde das Klostergebäude als Brauerei und Brennerei genutzt. In der Gegenwart fand eine umfassende Renovierung der Klosterkirche mit der erheblichen Wiederherstellung des romanischen Erscheinungsbildes statt.

Mit einer Reihe von administrativen Reorganisationen blieb Jerichow im Königreich Preußen bis 1918, als es deutsch wurde. Am Ende der napoleonischen Kriege wurde es dem Landkreis Jerichow II zugeordnet, aber 1952 wurde der Bezirksname in Landkreis Genthin und 1994 in Landkreis Jerichower Land geändert. Jerichow gehört seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 zum Land Sachsen-Anhalt.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Jerichow aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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