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Herzogtum Lauenburg

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Herzogtum Lauenburg ist der südlichste Kreis oder Bezirk von Schleswig-Holstein, Deutschland. Sie grenzt (von Westen und im Uhrzeigersinn) an den Landkreis Stormarn, die Stadt Lübeck, das Land Mecklenburg-Vorpommern (Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim), das Land Niedersachsen (Landkreise Lüneburg und Harburg) und das Land Hamburg. Der Landkreis Herzogtum Lauenburg ist nach dem ehemaligen Herzogtum Sachsen-Lauenburg benannt.

Der Bezirk Herzogtum Lauenburg ist nach dem mittelalterlichen Herzogtum Sachsen-Lauenburg benannt, das zu den Überresten des ursprünglichen Herzogtums Sachsen gehörte. Das Herzogtum Sachsen wurde in einem 1269 begonnenen Prozess geteilt, neun Jahre nachdem Albert II. und Johannes I. 1260 ihren Vater Albert I. von Sachsen abgelöst hatten. 1269, 1272 und 1282 teilten die Brüder ihre Regierungskompetenzen allmählich in die drei territorial unverbundenen sächsischen Gebiete entlang der Elbe (eines davon das Land Hadeln, ein weiteres um Lauenburg an der Elbe und das dritte um Wittenberg an der Elbe) und bereiteten so eine Teilung vor.

Nach dem Rücktritt Johannes I. im Jahr 1282 regierte Albert II. mit seinen noch kleinen Neffen Albert III., Eric I. und John II., die bis 1296 das Herzogtum mit Sachsen-Lauenburg für die Brüder und Sachsen-Wittenberg für ihren Onkel Albert II. endgültig teilten. Die letzte Urkunde, in der die Brüder und ihr Onkel Albert II. als sächsische Herzöge erwähnt werden, stammt aus dem Jahr 1295. Eine Urkunde vom 20. September 1296, die Sachsen-Lauenburg umschließt, erwähnt die Vierlande (heute Hamburg), Sadelbande (Land Lauenburg), das Land Ratzeburg, das Land Darzing (später Amt Neuhaus) und das Land Hadeln (die letzten beiden heute Niedersachsen) als gemeinsames Territorium der Brüder, getrennt von Sachsen-Wittenberg.

Sachsen-Lauenburg war auch als Lauenburg bekannt. Während sich das Gebiet von Sachsen-Wittenberg im Laufe der Jahrhunderte stark verändert hat, blieb das Herzogtum Lauenburg nahezu unverändert, bis es 1689 seine Unabhängigkeit verlor, als es vom Fürstentum Lüneburg übernommen wurde. Von 1815-1864 wurde es in Personalunion vom Herzog von Holstein regiert, der gleichzeitig König von Dänemark war. Nach dem Zweiten Schleswig-Krieg fiel es 1864 an Preußen. Lauenburg war noch für kurze Zeit eine eigenständige Einheit, wurde aber 1876 als Kreis in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert.

Lauenburg an der Elbe war die erste Hauptstadt und Namensgebung des Herzogtums, bevor es 1619 nach Ratzeburg umzog, das auch dann die Hauptstadt blieb, wenn das Herzogtum zu einem Kreis in Preußen degradiert wurde. 1937 wurden durch eine territoriale Umsiedlung im Rahmen des Hamburger Großraumgesetzes - der Stadt Geesthacht (ehemals Teil Hamburgs) - einige mecklenburgische Exklaven, darunter der Dom-Immunitätsbezirk Ratzeburg, und einige Lübeckianische Exklaven im Bezirksgebiet in den Bezirk aufgenommen.

Im Mai 1945 eroberten britische Streitkräfte das Bezirksgebiet, das im September 1944 im Londoner Protokoll als Teil der britischen Besatzungszone festgelegt worden war. Am 13. November 1945 unterzeichneten der britische General Colin Muir Barber und der sowjetische Generalmajor Nikolay Grigoryevich Lyashchenko (russisch: Николай Григорьевич Лященко) in Gadebusch das Barber Lyashchenko Abkommen ("Siehe Tfd", auch Gadebusch Abkommen), das einige Gemeinden des Herzogtums Lauenburg und des benachbarten Mecklenburg, damals Teil der sowjetischen Besatzungszone, umzog. So wurden einige östliche Vororte Ratzeburgs, wie Ziethen in Lauenburg, Mechow, Bäk und Römnitz, Teil des Landkreises, während die lauenburgischen Gemeinden Dechow, Groß und Klein Thurow (heute Roggendorf) sowie Lassahn (heute Teil von Zarrentin am Schaalsee) an Mecklenburg abgetreten wurden. Die Umsiedlung wurde am 26. November durchgeführt, die jeweiligen Besatzungskräfte hatten bis zum 28. November Zeit, sich in ihre jeweiligen neuen Zonengebiete zurückzuziehen.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Herzogtum Lauenburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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