Sie sind hier: Startseite

Loetzen

Booking.com

Giżycko (Deutsch: Lötzen) ist eine Stadt im Nordosten Polens mit 29.642 Einwohnern (2016). Es liegt zwischen dem Mamry-See und dem Niegocin-See in der Region Masuren und gehört seit 1999 zur Woiwodschaft Warmien-Masuren, zuvor war es in der Woiwodschaft Suwałki (1975-1998). Es ist der Sitz von Giżycko County.

Giżycko ist aufgrund seiner Lage innerhalb der Masurischen Seenplatte ein beliebtes Sommertourismusziel und verfügt über zahlreiche historische Denkmäler, darunter eine deutsche Burg aus dem 14. Jahrhundert.

Die ersten bekannten Siedlungen im Gebiet von Giżycko stammen aus der Römerzeit und sind mit der Bernsteinstraße verbunden, in deren Nähe sich Giżycko befand. Es war bekannt, dass es in der Gegend eine Verteidigungsgrotte gab, und in IX wurde registriert, dass sie von König Izegup oder Jesegup regiert wurde.

Im Jahr 1008 schickte ich den Tapferen eine Expedition zur Christianisierung der Altpreußen; der Legende nach wurde der Missionar Bruno von Querfurt 1009 von Sudiern am Niegociner See getötet, und 1910 wurde bei Gizycko ein Denkmal errichtet, das Bruno - Kreuz.

Die Deutschritter bauten 1340 in Preußen eine Burg namens Lötzen (Łuczany auf Polnisch, später auch Lec), die auf der Landenge zwischen zwei Seen in Masuren liegt. Lötzen wurde innerhalb der Komturei von Balga verwaltet.

Nach dem Ausbruch des Dreizehnjährigen Krieges 1454 stellte sich Łuczany auf die Seite Polens. Die Siedlung wurde 1455 von den Deutschrittern erobert, aber die Polen eroberten sie im nächsten Jahr wieder. Nach dem 1466 auf Toruń unterzeichneten Friedensvertrag blieb sie als Lehen unter polnischer Oberhoheit.

Die Siedlung in der Nähe der Burg erhielt 1612 das Stadtrecht mit Wappen und Siegel, während sie zum Herzogtum Preußen unter polnischer Oberhoheit gehörte. Der erste Bürgermeister war Paweł Rudzki. Der polnische Name der Stadt, der von der überwiegend polnischen Bevölkerung verwendet wurde,[3] war damals Łuczany.

Lötzen wurde 1701 Teil des Königreichs Preußen und 1773 Teil der Provinz Ostpreußen. 1709/10 forderte die Pest 800 Opfer, nur 119 Einwohner überlebten. Im 19. Jahrhundert wurde im Zentrum der Stadt eine von Karl Friedrich Schinkel entworfene evangelische Kirche errichtet. Lötzen wurde 1871 während der preußisch geführten Vereinigung Deutschlands Teil des Deutschen Reiches.

Im Juni 1807 war das polnische Korps der Generäle Józef Zajączek und Jan Henryk Dąbrowski in der Stadt stationiert. Ab 1875 erschien in Lec. die polnischsprachige Zeitung Gazeta Lecka.

1844-1848 wurde die "Feste Boyen", eine nach dem preußischen Kriegsminister Hermann von Boyen benannte Festung, auf einer kleinen Landzunge zwischen dem Mamry-See (Mauersee) und dem Niegocin-See (Löwentinsee) errichtet. Diese Festung ist eine der größten und am besten erhaltenen Festungen des 19. Jahrhunderts. In den Jahren 1942-1945 war es Sitz des Bundesnachrichtendienstes (Fremde Heere Ost) unter Reinhard Gehlen.

In den 1930er Jahren war Lötzen die Garnison mehrerer militärischer Einheiten der Wehrmacht als Unterbezirkszentrale des Wehrkreises I mit Sitz in Königsberg. Stabs-, Wartungs- und Wachtruppen des Hitler-Hauptquartiers Wolfsschanze und des Oberkommandos der Heeres (OKH) waren ebenfalls in oder bei Lötzen stationiert. Der OKH befand sich im Raum Mauerwald, ca. 10 km nördlich von Gizycko, einem unzerstörten Bunkersystem.

Die Stadt wurde 1945 während des Zweiten Weltkriegs von der Roten Armee der Sowjetunion besetzt und nach Kriegsende unter polnische Verwaltung gestellt. Die deutschsprachige Bevölkerung, die während des Krieges nicht evakuiert worden war, wurde anschließend nach Westen vertrieben. Die Stadt wurde 1946 in Giżycko umbenannt, zu Ehren des masurischen Folkloristen Gustaw Gizewiusz, eines evangelisch-lutherischen Pastors aus dem 19. Jahrhundert in Südmasuren, der die polnische Sprache und Kultur stark unterstützt und sich gegen die Germanisierung der Masuren gestellt hatte.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Gizycko aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren