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Merseburg

Merseburg ist eine Stadt im Süden des Landes Sachsen-Anhalt an der Saale, ca. 14 km südlich von Halle (Saale) und 30 km westlich von Leipzig. Sie ist die Hauptstadt des Saalekreises. Es hatte eine Diözese, die von Erzbischof Adalbert von Magdeburg gegründet wurde. Die Universität Merseburg befindet sich im Stadtgebiet. Merseburg hat rund 33.000 Einwohner. Merseburg ist Teil der mitteldeutschen Metropolregion.

Merseburg wurde 850 erstmals erwähnt. König Heinrich der Vogel errichtete in Merseburg ein königliches Schloss; in der Schlacht von Riade 933 erlangte er seinen großen Sieg über die Ungarn in der Nähe.

Thietmar, der 973 ernannt wurde, wurde der erste Bischof des neu geschaffenen Bistums Prag in Böhmen. Prag war zuvor hundert Jahre lang Teil des Erzbistums Mainz gewesen. Von 968 bis zur protestantischen Reformation war Merseburg Sitz des Merseburger Bischofs und zeitweilig die Residenz der Markgrafen von Meißen, aber auch eine Lieblingsresidenz der deutschen Könige im 10., 11. und 12. Jahrhundert. Im Mittelalter fanden hier fünfzehn Diäten statt, während derer die Messen die Bedeutung genossen, die später auf die Leipziger übertragen wurde. Merseburg war Schauplatz eines fehlgeschlagenen Attentats auf den polnischen Herrscher Bolesław I Chrobry im Jahr 1002. Die Stadt litt während des deutschen Bauernkrieges und auch während des Dreißigjährigen Krieges schwer.

Von 1657 bis 1738 war Merseburg die Residenz der Herzöge von Sachsen-Merseburg, danach fiel es an das Kurfürstentum Sachsen. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde die Stadt 1815 Teil der preußischen Provinz Sachsen.

In Merseburg wurden die Merseburger Gesänge 1841 wiederentdeckt. Auf althochdeutsch aufgeschrieben, sind sie die bisher einzigen erhaltenen deutschen Dokumente mit heidnischem Thema. Einer von ihnen ist ein Charme, um Krieger zu befreien, die im Kampf gefangen wurden, und der andere ist ein Charme, um den verstauchten Fuß eines Pferdes zu heilen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwandelte sich Merseburg in eine Industriestadt, was vor allem auf die Pionierarbeit von Carl Bosch und Friedrich Bergius zurückzuführen ist, die von 1909 bis 1913 die wissenschaftlichen Grundlagen für die katalytische Hochdruck-Ammoniaksynthese schufen. Auch die Unternehmen haben im Zuge des Transformationsprozesses neue Wege beschritten. Im nahen Leuna entstand schließlich ein Chemiepark, der zu den modernsten seiner Art in Europa mit hohen ökologischen Standards gehört.

Merseburg wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Bei 23 Luftangriffen wurden 6.200 Wohnungen ganz oder teilweise zerstört. Das historische Stadtzentrum wurde fast vollständig zerstört.

Nach dem Krieg, der kurzzeitig zu Sachsen-Anhalt gehörte, wurde es dann innerhalb der Bezirk Halle in Ostdeutschland verwaltet. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde es wieder Teil von Sachsen-Anhalt.

Wikipedia
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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