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Nienburg

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Nienburg ist ein Landkreis in Niedersachsen, Deutschland. Sie grenzt (von Westen und im Uhrzeigersinn) an die Landkreise Diepholz, Verden, Heidekreis, Hannover und Schaumburg sowie an das Land Nordrhein-Westfalen (Kreis Minden-Lübbecke).

Vom frühen Mittelalter bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war diese Region das Herz der Grafschaft Hoya. 1582 erlosch die Herrscherfamilie, und der zentrale und südliche Teil des Kreises wurde durch den Lüneburger Zweig des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg annektiert. 1705 wurde das Gebiet von Nienburg und Hoya Hannover unterstellt.

1866 wurde das Königreich Hannover durch Preußen annektiert. Die preußische Regierung gründete die Bezirke Nienburg und Stolzenau, die 1932 fusioniert wurden.

Die erste offizielle Erwähnung von Nienburg/Weser stammt aus dem Jahr 1025, als Milo, der Mindener Domherr, anscheinend sein Eigentum in Nienburg der Mindener Kirche schenkte. Da diese frühe Erwähnung von Nienburg sprach, muss dort bereits seit einiger Zeit eine Art Festung existieren, vielleicht um die Weserquerung zu schützen. Unter dem Schutz dieser Festung wurde die zunächst unsichere Siedlung dauerhaft und wurde 1215 erstmals offiziell als "civitas" (eine Stadt) bezeichnet.

Das Schloss und die Stadt Nienburg waren der Sitz der Grafen von Hoya, aus denen die Bürger und Gilden viele Privilegien herausgeholt haben. Als 1582 die Linie der Grafen von Hoya ausstarb, ging ihr Eigentum in die Linie der Guelphischen Herzöge von Braunschweig-Lüneburg über. Nienburg blieb dann bis 1866 unter den Welfen, mit einer kurzen Unterbrechung von 1803 bis 1813, als es von den Franzosen annektiert wurde. Heute erinnert nur noch der "Stockturm" sichtbar an die vielen Jahrhunderte der mittelalterlichen Geschichte der Stadt, als die Festungsstadt Nienburg über die Weserhauptquerung zwischen Minden und Bremen wacht. Der Sarkophag des letzten Grafen von Hoya, Otto VII., und seiner Frau Agnes von Bentheim, sowie der des wichtigsten Grafen in der Geschichte der Stadt, Jobst II. (gestorben 1545) und seiner Frau Anna von Gleichen, befinden sich beide in der "Turmhalle-Martinskirche".

Das Kriegswappen - wie die Grafen von Hoya - eine schwarze Bärenpfote - erscheint noch heute in Urkunden und Dokumenten und wurde auch in die Arme und das Siegel der Stadt übernommen. Der blaue Löwe in den Stadtwappen bezieht sich auf die Fürsten von Welfen, die zuerst durch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg und dann durch die Kurfürsten und späteren Könige von Hannover das Gebiet regierten, bis das Königreich der Welpen 1866 zur Provinz Preußen wurde. Das 16. Jahrhundert war die Zeit der Reformation, die im Jahr 1581 durch das Dekret der Hoya-Kirche abgeschlossen wurde. Während des 30-jährigen Krieges wurde die Stadt belagert und zerstört. 1625 wurde die Stadt von den "reformierten" Streitkräften erfolgreich gegen die Armee von General Tilly verteidigt. Aus dieser Zeit stammt die Legende vom "Wähligen Rott", einer Gruppe von Verteidigern, die aus der Stadt sortierten und ein Banner und eine andere große Beute von Tillys belagernden Kräften ein Zelt nahmen. Noch heute werden das Banner und die Zelte beim jährlichen "Scheibenschießen", einem lokalen Festival mit über 600-jähriger Tradition, gezeigt. Am Ende des 30-jährigen Krieges lagen zwei Drittel der Stadt in Trümmern. Jahre des schnellen Wiederaufbaus fanden nun statt, während des Siebenjährigen Krieges erlitt die Stadt jedoch erneut erhebliche Schäden, als die französische Armee sie 1757 besetzte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts musste sich die Stadt Nienburg um die Unterbringung der napoleonischen Truppen kümmern, manchmal bis zu 18.000 Mann auf einmal. Damals fand ein wichtiges Ereignis für die zukünftige Entwicklung der Stadt statt: der Abriss der mittelalterlichen Befestigungsanlagen. Die Jahre des Friedens nach 1815 umfassten eine Wachstumsphase, in der die Stadt dann schnell expandieren konnte.

Vor allem die Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkriegs ermöglichte Nienburg einen dramatischen Aufschwung und machte es heute zu einer modernen Gemeinde mit allen erforderlichen Einrichtungen. Die Stadt Nienburg/Weser mit ihren rund 33.000 Einwohnern ist heute das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region zwischen den beiden großen Ballungszentren Hannover und Bremen.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Nienburg (district) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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