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Provinz Sachsen

Die Provinz Sachsen, auch bekannt als Preußisches Sachsen, war eine Provinz des Königreichs Preußen und später von 1816 bis 1945 der Freistaat Preußen. Die Hauptstadt war Magdeburg.

Sie entstand durch die Zusammenlegung verschiedener Gebiete, die 1815 vom Wiener Kongress an Preußen abgetreten oder zurückgegeben wurden: die meisten der ehemaligen nördlichen Gebiete des Königreichs Sachsen (der Rest davon gehörte zu Brandenburg oder Schlesien), das ehemalige französische Fürstentum Erfurt, das Herzogtum Magdeburg, die Altmark, das Fürstentum Halberstadt und einige andere Landkreise.

Die Provinz wurde vom Kurfürstentum Hessen (nach 1866 von Hessen-Nassau), dem Königreich Hannover (nach 1866 von Hannover) und dem Herzogtum Braunschweig im Westen, Hannover (wieder) im Norden, Brandenburg im Norden und Westen, Schlesien im Südosten und das Rumpfreich Sachsen und die kleinen Herzogtümer im Süden begrenzt. Seine Form war sehr unregelmäßig und umgab die Enklaven von Braunschweig und einigen der ernestinischen Herzogtümer vollständig. Sie besaß auch mehrere Exklaven und wurde fast vollständig vom Herzogtum Anhalt halbiert, bis auf einen kleinen Landkorridor um Aschersleben (der wiederum Anhalt halbierte). Die Havel verlief entlang der nordöstlichen Grenze zu Brandenburg nördlich der Plaue, folgte aber nicht genau der Grenze.

Die Mehrheit der Bevölkerung war protestantisch, wobei eine katholische Minderheit (etwa 8% ab 1905) als Teil des Bistums Paderborn galt. Die Provinz entsandte 20 Mitglieder in den Reichstag und 38 Delegierte in das preußische Repräsentantenhaus.

Die Provinz Sachsen war eine der reichsten Regionen Preußens mit einer hoch entwickelten Landwirtschaft und Industrie. Im Jahr 1932 wurde die Provinz um die Regionen Ilfeld und Elbingerode erweitert, die zuvor zum Land Hannover gehörten.

Am 1. Juli 1944 wurde die Provinz Sachsen nach ihren drei Verwaltungsbezirken geteilt. Der Erfurter Regierungsbezirk wurde mit dem Kreis Herrschaft Schmalkalden des Landes Hessen-Nassau zusammengeführt und dem Land Thüringen übergeben. Der Magdeburger Regierungsbezirk wurde zum Land Magdeburg und der Merseburger Regierungsbezirk zum Land Halle-Merseburg.

1945 schloss die sowjetische Militärverwaltung Magdeburg und Halle-Merseburg mit dem Land Anhalt zur Provinz Sachsen-Anhalt zusammen, mit Halle als Hauptstadt. Auch der östliche Teil der Blankenburger Exklave Braunschweig und der Thüringer Exklave Allstedt wurden in Sachsen-Anhalt aufgenommen. 1947 wurde Sachsen-Anhalt zum Land erklärt.

Die ostdeutschen Staaten, einschließlich Thüringen und Sachsen-Anhalt, wurden 1952 abgeschafft, aber im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 (mit einigen leichten Grenzveränderungen; insbesondere die Gebiete um Torgau, die zwischen 1945 und 1952 Teil von Sachsen-Anhalt waren und an Sachsen übergingen) als moderne Bundesländer wieder aufgebaut.

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