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Sensburg

Mrągowo (Deutsch: Sensburg) ist ein Kurort in der Warmian-Masurianischen Woiwodschaft Nordostpolen mit 21.889 Einwohnern (2019). Es ist die Hauptstadt des Landkreises Mrągowo und der Sitz (wenn auch nicht Teil der Gmina) Mrągowo. Die Stadt liegt in der historischen Region Masuren, innerhalb der Masurischen Seenplatte, etwa 60 km östlich von Olsztyn.

Um 1348 errichteten die Deutschordensritter bei der heutigen Mrągowo eine Holzfestung namens Sensburg, abgeleitet von altpreußischen Senas, also vielleicht an der Stelle einer ehemaligen preußischen Burg. Die in der Nähe entstandene Siedlung wurde erstmals 1397 in einer Urkunde erwähnt und hatte wahrscheinlich bereits zwischen 1404 und 1407 das Stadtrecht von Kulm erhalten, obwohl nachgewiesen ist, dass Großmeister Konrad von Erlichshausen 1444 die Stadtrechte bestätigte. Infolge des Dreizehnjährigen Krieges (1454-1466) kam die Siedlung als Lehen unter polnische Oberhoheit.

Sensburg wurde 1525 Teil des Herzogtums Preußen, einem Vasallenstaat Polens. Im 15. und 16. Jahrhundert litt die Stadt unter Bränden und Plagen.

Sensburg gehört seit 1701 zum Königreich Preußen und wurde nach seiner Gründung 1773 in die Provinz Ostpreußen eingegliedert. Während der Napoleonischen Kriege wurde es schwer verwüstet. Die Stadt selbst blieb meist ein kleiner Weiler in der meist ländlichen Umgebung. Landwirtschaft, Fischerei und der Reichtum der umliegenden Wälder bildeten die Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung. Wie ganz Masuren war der Bezirk Sensburg/Ządzbork hauptsächlich von Polen bewohnt, doch im 19. Jahrhundert begann ihr Anteil aufgrund der Germanisierung, der Entfernung der polnischen Sprache aus den Schulen und des Drucks der lokalen deutschen Verwaltung (von 86% im Jahr 1825 auf 59% im Jahr 1890) zu sinken. 1871 wurde Sensburg während der preußisch geführten Vereinigung Deutschlands Teil des Deutschen Reiches. 1897 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen, das von Bischofsburg (Biskupiec) nach Rastenburg (Kętrzyn/Rastembork) führte.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt während der ostpreußischen Offensive von der Roten Armee überrannt und verlor fast 20% ihrer Gebäude. Die nach der Evakuierung verbliebene deutsche Bevölkerung wurde nach dem Krieg weitgehend vertrieben und durch Polen ersetzt. Von 1945 bis 1947 war die Stadt unter dem historischen polnischen Namen Ządzbork bekannt. Der Name der Stadt wurde 1947 in Mrągowo geändert, zu Ehren des polnischen Pastors, Schriftstellers und Übersetzers Krzysztof Celestyn Mrongovius (1764-1855), einem bekannten Verteidiger der polnischen Sprache in Masuren.

Nach dem Krieg blieb Mrągowo eine ländliche Stadt mit rund 10.000 Einwohnern; diese Zahl blieb bis Ende der 80er Jahre nahezu konstant. In den folgenden zehn Jahren, vor allem aufgrund wirtschaftlicher und politischer Veränderungen, gewann die Stadt an Einfluss in der Region und entwickelte sich schnell zu einem regionalen Zentrum für Wirtschaft und Tourismus. In letzter Zeit hat Mrągowo versucht, etwas von seiner früheren Schönheit zurückzugewinnen und die Region zu repräsentieren.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Mragowo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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