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Stuhm

Sztum (deutsch: Stuhm) ist eine Stadt in Nordpolen in der Region Powiśle in der Woiwodschaft Pommern. Sie ist die Hauptstadt des Komitats Sztum mit rund 10.141 Einwohnern (2004).

Es wurden Spuren von Siedlungen aus der Zeit des Römischen Reiches gefunden. Im frühen Mittelalter existierte an der Stelle eine befestigte Siedlung des preußischen Volkes, die 1236 von den Deutschen Rittern erobert wurde. Die Stadtrechte wurden 1416 an die Siedlung vergeben und 1553 von König Sigismund II. Augustus bestätigt.

Zu Beginn des Dreizehnjährigen Krieges stellte sich die Stadt auf die Seite des Preußischen Bundes, auf dessen Wunsch die Region von König Kasimir IV. Jagiellon in Polen eingegliedert wurde. Die Burg, die zunächst in den Händen der Deutschritter blieb, wurde 1454 nach einer Belagerung erobert, später aber wieder von den Deutschrittern übernommen. 1466 wurde sie durch den Zweiten Frieden von Toruń in das Königreich Polen eingegliedert. Als Teil Polens fungierte die Stadt als Sitz des Bezirks Sztum in der Woiwodschaft Malbork (1466-1772) und als Ort für lokale Gerichtsverhandlungen. Die Burg Sztum war der Sitz der lokalen Starosts. 1635 wurde im Dorf Stuhmsdorf/Sztumska Wieś, südlich von Sztum, der Vertrag von Stuhmsdorf unterzeichnet.

Im Jahre 1772 wurde die Stadt als Folge der ersten Teilung Polens vom Königreich Preußen annektiert. Im Jahr 1871 wurde es Teil des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Bewohner der Stadt und ihres Bezirks gemäß dem Vertrag von Versailles gefragt, ob sie in Deutschland bleiben oder der neuen Zweiten Polnischen Republik in der ostpreußischen Volksabstimmung von 1920 beitreten wollen. Letztendlich wurden im Bezirk Stuhm 19.984 Stimmen gezählt, um in Deutschland zu bleiben und 4.904 Stimmen für Polen. Aufgrund dieses Ergebnisses wurde Stuhm in den Regierungsbezirk Marienwerder in Ostpreußen aufgenommen. In der Zwischenkriegszeit blieb Sztum eines der Hauptzentren der polnischen Gemeinschaft in der Region.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet durch das Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt, da die Sowjetunion territoriale Veränderungen forderte. Deutsche flohen oder wurden vertrieben und durch Polen ersetzt, die aus den von der Sowjetunion annektierten polnischen Gebieten vertrieben wurden oder 1947 durch die Operation Weichsel zur Ansiedlung in diesem Gebiet gezwungen wurden.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Sztum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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