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Marienbad

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Mariánské Lázne (Deutsch: Marienbad) ist eine Kurstadt in der Region Karlovy Vary in der Tschechischen Republik.

Die Stadt, umgeben von grünen Bergen, ist ein Mosaik aus Parks und Adelshäusern. Die meisten seiner Gebäude stammen aus der Goldenen Ära der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als viele Prominente und führende europäische Herrscher kamen, um die heilenden Kohlendioxidquellen zu genießen.

Deutsche Siedler wurden von böhmischen Herrschern aus der Dynastie Premyslid im 12. Jahrhundert in diese Region gerufen.

Obwohl die Stadt selbst erst etwa zweihundert Jahre alt ist, ist die Ortschaft schon viel länger bewohnt. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1273, als es die Gemeinde ښovice gab. Die Quellen tauchen erstmals in einem Dokument aus dem Jahr 1341 auf, wo sie als "die Auschowitzer Quellen" der Abtei Teplá bezeichnet werden. Nur durch die Bemühungen von Dr. Josef Nehr, dem Arzt der Abtei, der von 1779 bis zu seinem Tod 1820 hart daran arbeitete, die heilenden Eigenschaften der Quellen nachzuweisen, begann man, das Wasser für medizinische Zwecke zu nutzen. Der Ort erhielt 1808 seinen heutigen Namen Marienbad, 1818 wurde er zur Wasserstelle und 1868 zur Stadt ernannt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden jährlich etwa 1.000.000.000 Flaschen Mineralwasser aus Marienbad exportiert.

Das Wasser aus der Kreuzquelle (Krížový pramen) wurde verdampft und das Endprodukt als Abführmittel unter dem Namen sal teplensis verkauft. Der moderne Kurort wurde von den Äbten von Teplá gegründet, nämlich Karl Kaspar Reitenberger, der auch einen Teil der umliegenden Wälder kaufte, um sie zu schützen. Unter der Leitung des Gärtners Václav Skalník, des Architekten Jirí Fischer und des Bauherrn Anton Turner wurde das unwirtliche Sumpfgebiet in eine parkähnliche Landschaft mit Kolonnaden, neoklassischen Gebäuden und Pavillons rund um die Quellen verwandelt.

Der Name Marienbad erschien erstmals 1786; seit 1865 ist es eine Stadt.

Dann kam eine zweite Wachstumsphase, die Goldene Ära der Stadt. Zwischen 1870 und 1914 wurden viele neue Hotels, Kolonnaden und andere Gebäude, entworfen von Friedrich Zickler, Josef Schaffer und Arnold Heymann, aus alten Häusern gebaut oder umgebaut. Im Jahre 1872 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung mit der Stadt Cheb (Eger) und damit mit dem gesamten österreichisch-ungarischen Reich und dem übrigen Europa.

Die Stadt wurde bald zu einem der führenden europäischen Kurorte, beliebt bei namhaften Persönlichkeiten und Herrschern, die oft dorthin zurückkehrten. Darunter waren Namen wie Johann Wolfgang Goethe, Frédéric Chopin, Thomas Edison, Richard Wagner oder Prinz Friedrich von Sachsen, König Edward VII. vom Vereinigten Königreich, der russische Zar Nikolaus II. und Kaiser Franz Joseph I. und viele andere. Damals kamen jährlich rund 20.000 Besucher.

Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg blieb Marienbad ein beliebtes Ziel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutschstämmige Bevölkerung der Stadt nach dem Potsdamer Abkommen gewaltsam vertrieben und damit die Stadt von der Mehrheit ihrer Bevölkerung entleert. Nach dem kommunistischen Staatsstreich 1948 wurde sie von den meisten ausländischen Besuchern abgeschottet. Nach der Rückkehr der Demokratie im Jahr 1989 wurden große Anstrengungen unternommen, um die Stadt wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Heute ist sie nicht nur ein Kurort, sondern auch ein beliebter Ferienort dank ihrer Lage inmitten der grünen Berge der Slavkovský les und der Sportanlagen Ceský les (der erste Golfplatz der Stadt wurde 1905 vom britischen König Edward VII. eröffnet) und der Nähe zu anderen berühmten Kurorten wie Karlovy Vary (Karlsbad) oder Františkovy Lázne (Franzensbad).

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Mariánské Lázne aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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