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Bremerhaven

Bremerhaven, wörtlich "Bremer Hafen", Niederdeutsch: Bremerhoben) ist eine Stadt am Seehafen der Freien Hansestadt Bremen, einem Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

Sie bildet eine Enklave in Niedersachsen und liegt an der Wesermündung am Ostufer gegenüber der Stadt Nordenham. Obwohl eine relativ neue Stadt, hat sie eine lange Geschichte als Handelshafen und ist heute einer der wichtigsten deutschen Häfen, der eine Rolle im deutschen Handel spielt.

Die Stadt wurde 1827 gegründet, aber benachbarte Siedlungen wie Lehe befanden sich bereits im 12. Jahrhundert in der Nähe, und Geestendorf wurde "in Dokumenten des 9. Jahrhunderts erwähnt". Diese kleinen Dörfer wurden auf kleinen Inseln in der sumpfigen Mündung gebaut. 1381 begründete die Stadt Bremen die faktische Herrschaft über die Unterweser, einschließlich Lehe, später Bremerlehe genannt. Anfang 1653 eroberten die schwedischen Truppen von Bremen-Verden Bremerlehe mit Gewalt.

Kaiser Ferdinand III. befahl seiner Vasallin Christina von Schweden, der damaligen Herzogin von Bremen-Verden, Bremerlehe an Bremen zurückzugeben. Die Schweden Bremen-Verden führten jedoch bald den Ersten Bremerkrieg (März bis Juli 1654) und im folgenden Friedensvertrag (First Stade Recess[de]; November 1654) musste Bremen Bremerlehe und seine Umgebung an das schwedische Bremen-Verden abtreten. Dieser entwickelte Pläne zur Gründung einer befestigten Stadt auf dem Gelände, und viel später wurde dieser Ort zur heutigen Stadt Bremerhaven. Unter der Herrschaft Karls XI. von Schweden versuchten 1672 in Personalunion Herzog von Bremen-Verden-Kolonisten erfolglos, dort eine Burg (nach Karl XI. Carlsburg genannt) zu errichten; diese befestigte Struktur sollte schützen und die Schifffahrt nach Bremen kontrollieren.

Schließlich kaufte die Stadt Bremen unter Bürgermeister Johann Smidt 1827 die Gebiete an der Wesermündung vom Königreich Hannover. Bremen suchte dieses Gebiet, um seinen Anteil am deutschen Überseehandel zu erhalten, der durch die Verschlammung der Weser um den alten Bremer Binnenhafen bedroht war. Bremerhaven (wörtlich übersetzt: Bremerer Hafen/Hafen) wurde als Hafen für die Bremer Handelsmarine gegründet und wurde zum zweiten Hafen für Bremen, obwohl er 50 km stromabwärts liegt. Durch den Handel mit und die Auswanderung nach Nordamerika wuchsen der Hafen und die Stadt schnell. 1848 wurde Bremerhaven unter Karl Rudolf Brommy zum Heimathafen der Marine des Deutschen Bundes.

Das Königreich Hannover gründete neben Bremerhaven eine Rivalenstadt und nannte sie Geestemünde (1845). Beide Städte wuchsen und bildeten die drei wirtschaftlichen Säulen Handel, Schiffbau und Fischerei. Nach zwischenstaatlichen Verhandlungen zu unterschiedlichen Zeiten wurde die Grenze von Bremerhaven auf Kosten des hannoverschen Territoriums mehrfach verlängert. 1924 wurde Geestemünde mit der Nachbargemeinde Lehe zur neuen Stadt Wesermünde zusammengeführt, 1939 wurde Bremerhaven (außer dem Überseehafen) aus der Zuständigkeit Bremens herausgenommen und zu Wesermünde, damals Teil der preußischen Provinz Hannover, gemacht.

Bremerhaven war einer der wichtigsten Auswanderungshäfen in Europa.

Als wahrscheinlich kritischster Nordseestützpunkt der Kriegsmarine, wurde 79% der Stadt bei den alliierten Bombenangriffen auf Bremen im Zweiten Weltkrieg zerstört; wichtige Teile des Hafens wurden jedoch von den Alliierten bewusst verschont, um einen brauchbaren Hafen für die Versorgung der Alliierten nach dem Krieg zu schaffen. Ganz Wesermünde, auch die Teile, die bisher nicht zu Bremerhaven gehörten, waren eine Nachkriegseklave der Vereinigten Staaten innerhalb der britischen Zone Norddeutschlands. Die meisten US-Militäreinheiten und ihr Personal waren der Carl-Schurz-Kaserne der Stadt zugeordnet. Eine der am längsten stationierten US-Einheiten in der Kaserne war ein US-Militär-Radio- und Fernsehsender, ein "Amerikanischer Soldatensender", AFN Bremerhaven, der 48 Jahre lang sendet. 1993 wurde die Kaserne vom US-Militär geräumt und an die Bundesregierung zurückgegeben. 1947 wurde die Stadt Teil der Freien Hansestadt Bremen und wurde daher von Wesermünde nach Bremerhaven umbenannt. Damit ist Bremerhaven heute Teil des Stadtstaates Bremen und praktisch ein Staat mit zwei Städten, aber auch einer eigenen Stadt. Erschwert wird dies durch die Tatsache, dass die Stadt Bremen seit 1927 den "Überseehafen" innerhalb von Bremerhaven besitzt. Erschwerend kommt hinzu, dass Bremerhaven durch einen Vertrag zwischen den beiden Städten (wie in § 8 der Bremerhavener Gemeindeverfassung erwähnt) für die kommunale Verwaltung der direkt im Besitz Bremens befindlichen Teile (sog. stadtbremisch) zuständig ist.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Bremerhaven aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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