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Züllichau

Sulechów (deutsch: Züllichau) ist eine Stadt im Kreis Zielona Góra, in der Woiwodschaft Lubusz, Westpolen. Es ist der Verwaltungssitz der Gmina Sulechów. Die im Mittelalter gegründete Stadt verfügt über viele historische Denkmäler, die für die polnische Region Lubusz von Bedeutung sind.

Die Besiedlung der Region an der Mittleren Oder geht auf das 4. Jahrhundert n. Chr. zurück. Im 10. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum polnischen Reich des Piastenherzogs Mieszko I. 1138 wurde es Teil des Herzogtums Schlesien und gehörte später zum schlesischen Herzogtum Głogów, gegründet 1249-51 unter der Herrschaft von Herzog Konrad I.

Die Siedlung selbst wurde erstmals 1319 in einer Urkunde erwähnt, als der kriegerische Askanische Markgraf Waldemar von Brandenburg das Gebiet besetzte und Sulechów und das benachbarte Świebodzin besetzte. Markgraf Waldemar starb jedoch im selben Jahr, und die Orte gingen auf die Piastenherzöge von Głogów zurück.

Als 1476 der letzte Piastenherzog Heinrich XI. von Głogów unangefochten starb, wurden von seiner Witwe Barbara von Brandenburg und ihrem Vater, dem Hohenzollern-Kurfürsten Albrecht Achilles, Erbansprüche erhoben. Der brandenburgische Einfluss stieß auf heftigen Widerstand von Henrys Piasten-Cousin Herzog Jan II. der Verrückte von Żagań, der jedoch nach mehreren Jahren des Kampfes einen Vertrag unterzeichnen musste, wonach die schlesischen Städte Krosno/Crossen und Sulechów/Züllichau schließlich an Brandenburg übergingen.

Zusammen mit Crossen wurde Züllichau bis 1535 in den brandenburgischen Neumarkbezirk eingegliedert, der von Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin regiert wurde, der die protestantische Reformation durchführte. Zwei Jahre später verzichteten der Piastenherzog Joachim von Münsterberg-Oels und seine jüngeren Brüder offiziell auf jegliche Rechte an den Gebieten Crossen und Züllichau. Seit 1618 Teil Brandenburgs und Preußens, wurde die Stadt im Dreißigjährigen Krieg verwüstet, blühte aber wieder unter der Herrschaft des "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm auf.

Züllichau gehörte 1701 zum neu gegründeten Königreich Preußen. Züllichau wurde zur Garnisonsstadt der preußischen Armee. Ab 1815 gehörte es zum Land Brandenburg und wurde zum Regierungssitz des Landkreises Züllichau-Schwiebus im Raum Frankfurt.

Das Gebiet wurde von den Streitkräften der Roten Armee während der Weichsel-Oder-Offensive in der Endphase des Zweiten Weltkriegs erobert. Mit der Verlegung der Oder-Neiße-Linie 1945 fiel Sulechów an die Republik Polen, während die restliche deutsche Bevölkerung aus ihrer Heimat vertrieben wurde.

Wikipedia
Dieser Text basiert auf dem Artikel Sulechów aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung).
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Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator

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